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E-Food: Verstöße bei der Bio-Zertifizierung von Online-Händlern

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • E-Food etabliert sich zunehmend am deutschen Markt. Doch nicht alle Online-Händler, die Bio-Produkte verkaufen, hielten sich an ihre Kontroll- und Zertifizierungspflicht.
  • Eine Marktanalyse der Marktwächter zeigte fehlende Transparenz bei Anbietern von Bioprodukten.
  • Die Marktwächter haben nun vier Online-Händler mangels Bio-Zertifizierung erfolgreich abgemahnt.
E-Food: lebensmittel online kaufen und bestellen
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Gemäß der EU-Öko-Verordnung müssen in Deutschland nicht nur mit „Bio“ gekennzeichnete Lebensmittel von einer offiziellen Prüfstelle kontrolliert und zertifiziert sein, sondern auch Online-Händler, die Bioprodukte verkaufen. Doch an diese Verpflichtung hielten sich nicht alle Bio-Online-Händler   das zeigt die Marktanalyse „E-Food Trends im Frischemarkt“ der Marktwächter.

Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin

Für mehr Klarheit bei Bio-E-Food haben die Marktwächter vier Online-Händler erfolgreich abgemahnt. Sie hatten in ihren Shops Bio-Lebensmittel ohne entsprechende Zertifizierung angeboten. Alle vier Anbieter unterzeichneten Unterlassungserklärungen. Ihren Verpflichtungen kommen sie jetzt in unterschiedlicher Weise nach: Zwei von ihnen bieten seither online gar keine Bioprodukte mehr an, die anderen beiden verfügen mittlerweile über die nötigen Zertifikate.

Fehlende Transparenz beim Online-Handel mit Bioprodukten

Keine Einzelfälle, wie die Marktanalyse „E-Food Trends im Frischemarkt“ der Marktwächter zeigte: Von den 120 untersuchten Händlern mit Bio-Produkten im Sortiment wiesen allein 41 keinerlei Codenummer einer Kontrollstelle auf ihrer Website aus. Somit war nicht transparent, ob die Online-Händler ihrer Zertifizierungspflicht nachgekommen sind. Die Codenummer weist auf die maßgebliche Kontrollstelle für die Bio-Zertifizierung hin.

E-Food etabliert sich zunehmend am Markt

Bereits zweimal nahmen die Marktwächter-Experten den wachsenden E-Food-Markt in Deutschland ins Visier. Mit der Untersuchung „E-Food im Frischemarkt“ vom Januar 2017 identifizierten sie eine Vielzahl von Anbietern, die mit hoher Professionalität frische Lebensmittel online vertreiben, ermittelten aber auch punktuelle Schwachstellen bei der Kühlkette. Die zweite Untersuchung „E-Food-Trends im Frischemarkt“, die im April 2018 erschien, zeigte, dass der E-Food-Markt weiter dynamisch wächst: Mehr Händler verkaufen Lebensmittel über das Internet, bestehende verändern ihr Sortiment. Neue Angebote wie vegane Produkte treffen auf großes Interesse der Verbraucher.

Beide Untersuchungen ziehen ein vorwiegend positives Fazit zu E-Food im deutschen Frischemarkt.


Die Alltagstauglichkeit und Verfügbarkeit von Online-Lebensmitteldiensten untersuchte die Verbraucherzentrale Brandenburg in einem Stadt-Land-Vergleich. Ihre Ergebnisse veröffentlichte sie im Februar 2018. Weitere Informationen, den vollständigen Untersuchungsbericht sowie Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher finden Sie hier.