Fehlende Trinkwasserbrunnen an Berliner Flughäfen

Pressemitteilung vom

Zum Start in die Sommerferien kritisiert Verbraucherzentrale altes Konzept

Wer fliegt, sollte aus gesundheitlichen Gründen unterwegs viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Aber Getränke dürfen nicht durch die Sicherheitskontrolle, und im Flugzeug kosten sie meist viel Geld. Deshalb bieten zahlreiche Flughäfen öffentliche Trinkbrunnen oder Flaschenfüllstationen. Dagegen setzen die Flughäfen Tegel und Schönefeld weiterhin nur auf den Verkauf von Wasser in Plastikverpackungen. Für die Verbraucherzentrale Brandenburg unverständlich: „Trinkbrunnen bieten Reisenden zusätzlichen Service und helfen der Umwelt.“

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Nach Aussage der Flughafengesellschaft setzt man in Berlin-Brandenburg weiterhin auf ein konventionelles Konzept: den alleinigen Verkauf von Wasser in Plastikflaschen. Dazu meint Dr. Christian A. Rumpke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg: „Das ist im internationalen Vergleich wenig service- und verbraucherorientiert, und unnötigerweise produziert es millionenfach Verpackungsmüll. Zumindest für den neuen BER sollten die Planer bis zur Eröffnung auch in diesem Bereich nachbessern.“
Nicht nur angesichts der sommerlichen Temperaturen sollte man auf Flugreisen viel trinken. Denn in Flugzeugen ist die Luft aus technischen Gründen immer besonders trocken. Kommt der Flüssigkeitshaushalt aus dem Gleichgewicht, kann dies schnell zu Kopfschmerzen oder Herz-Kreislauf-Problemen führen.
Gute Beispiele gibt es mittlerweile an vielen internationalen Airports: Hinter den Sicherheitsschleusen in Frankfurt, Hamburg, Brüssel oder Zürich stehen öffentliche Trinkbrunnen, an denen man trinken und mitgebrachte Wasserflaschen auffüllen kann.

Über die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.
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Darüber hinaus mahnt die VZB Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbrauchern gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf.
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