Werbeflut im Briefkasten eindämmen

Pressemitteilung vom

Wer in den Herbstferien wegfährt, kann sich für das Ende des Urlaubs schon einmal auf einen mit Werbung gefüllten Briefkasten einstellen. Außer, man hat vorgesorgt. Mit einem einfachen Aufkleber können Verbraucher sich gegen ungewollte Werbung aussprechen. Diese Aufkleber sind kostenlos in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Brandenburg erhältlich. Hält sich der Zusteller nicht daran, können Verbraucher weitere Maßnahmen ergreifen.

Off

Wer keine Werbung im Briefkasten wünscht, muss darauf hinweisen. Dazu reicht in den meisten Fällen ein Aufkleber, der deutlich sichtbar am Briefkasten oder der Haustür angebracht ist. "Der ´Keine Werbung`-Aufkleber gilt für nicht adressierte Reklamesendungen, Handzettel und Wurfsendungen", informiert Juristin Sabine Fischer-Volk. "Wenn kostenlose Anzeigenblätter auch einen redaktionellen Teil enthalten, reicht der Aufkleber allerdings nicht aus. Wer auch keine kostenlosen Zeitungen möchte, muss daher einen zusätzlichen Hinweis anbringen, dass man auch keine Anzeigenblätter wünscht", informiert die Verbraucherschützerin.

Dazu können Verbraucher die Aufkleber der Verbraucherzentrale Brandenburg nutzen. In den Beratungsstellen im Land sind sowohl "Keine Werbung"- als auch "Keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen"-Aufkleber verfügbar. Für Werbung, die abonnierten Zeitungen beigelegt ist, gilt der Aufkleber jedoch nicht. "Wenn sich Verbraucher darüber ärgern, ist die einzige Möglichkeit, die Zeitung abzubestellen", informiert Fischer-Volk.

Was tun, wenn sich der Anbieter nicht an das Werbevorbot hält?
"Wenn trotz Aufkleber weiterhin Werbung im Postkasten landet, ist das natürlich ärgerlich, denn dann muss man als Verbraucher aktiv werden. Dann sollte man die werbende Firma anschreiben und verlangen, weitere Werbeeinwürfe zu unterlassen", so die Verbraucherschützerin. Dies geht am besten per Fax mit sogenanntem qualifizierten Sendebericht (der Statusbericht zeigt eine verkleinerte Ansicht der 1. Faxseite) oder per Einwurfeinschreiben.

Was hilft gegen persönlich adressierte Werbung?
"Um keine persönlich adressierte Werbung zu erhalten, gibt es drei Möglichkeiten", informiert Fischer-Volk. Zunächst ist es immer ratsam, in Kontakt mit Firmen persönliche Daten nur sparsam weiterzugeben. Wer einen Vertrag schließt, für den persönliche Daten wie die Adresse notwendig sind, können Verbraucher schon bereits bei Vertragsschluss der Nutzung der eigenen Daten zu Werbezwecken widersprechen. "Dies ist aber auch jederzeit nach Vertragsschluss noch möglich", so Fischer-Volk. Als zweite Möglichkeit kann ein Eintrag in die sogenannte Robinsonliste helfen. Verbraucher werden dann von den Adressenlisten der Werbeunternehmen gestrichen, die Mitglied im Deutschen Dialogmarketing Verband e.V. sind. Den Antrag können Interessierte hier stellen. "Falls die Werbepost trotz Eintrag in die Liste weiterhin kommt, bleibt nur der dritte Weg, den Anbieter oder Versender direkt anzuschreiben und ihm die Datennutzung zwecks Werbung zu verbieten", erklärt die Juristin.

Individuellen Rat erhalten Betroffene

 

Über die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. (VZB) ist die wichtigste Interessenvertretung der Brandenburger Verbraucher gegenüber Politik und Wirtschaft. Sie bietet unabhängige Verbraucherberatung, -information und -bildung zu zahlreichen Themen: Markt & Recht, Reise & Freizeit, Finanzen & Versicherungen, Lebensmittel & Ernährung, Medien & Telefon, Energie, Bauen & Wohnen. Zudem berät sie zu deutsch-polnischem Verbraucherrecht.
Darüber hinaus mahnt die VZB Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbrauchern gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.