Nutri Score: Was bedeutet das Zeichen auf den Lebensmitteln?

Stand: 07. November 2025

In diesem Text erklären wir:

Nutri-Score: Was bedeutet das Zeichen auf den Lebensmitteln?

Die Verbraucherzentrale wünscht sich,

dass alle Menschen die Informationen auf der Internet-Seite gut verstehen können.

Deswegen gibt es die Informationen jetzt auch in Leichter Sprache.

Dieser Text ist eine Zusammenfassung von einem längeren Text.

Das heißt: Es gibt noch weitere Informationen zu diesem Thema.

Den längeren Text können Sie hier lesen: Nutri Score - Was bedeutet die Kennzeichnung?

Der längere Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.

 

Nutri-Score: Was bedeutet die Kennzeichnung?

Seit dem Jahr 2020 gibt es in Deutschland den Nutri-Score.

Nutri-Score spricht man so aus: nutri-skor.

Nutri-Score ist ein englisches Wort.

Der Nutri-Score ist ein Zeichen auf der Verpackung von Lebensmitteln.

Viele Firmen benutzen das Zeichen.

Das ist aber freiwillig.

Das bedeutet: Die Firmen müssen das Zeichen nicht benutzen.

Den Nutri-Score gibt es auch in anderen Ländern in Europa. 

Das Zeichen steht auf der Vorderseite von den

Lebensmittel-Verpackungen.

An dem Nutri-Score kann man sehen, wie gesund ein Lebensmittel ist.

So können Sie auch bei mehreren Lebensmitteln sehen:

Dieses Lebensmittel ist gesünder.

Zum Beispiel:


Sie haben 2 verschiedene Müsli-Packungen.

Mit dem Nutri-Score sehen Sie auf einen Blick:

Welches Müsli ist gesünder?

Welches Müsli hat die besseren Nährstoffe?

Der Nutri-Score wird mit verschiedenen Farben und Buchstaben dargestellt:

  • Farbe grün bis Farbe rot
    Grün ist die beste Bewertung.
    Rot ist die schlechteste Bewertung.

Es gibt 5 Stufen in der Bewertung.

  • Buchstabe A bis Buchstabe E
    A ist die beste Bewertung.
    E ist die schlechteste Bewertung.

Es gibt 5 Stufen in der Bewertung.

Wichtig:
Wenn Sie Lebensmittel vergleichen,
machen Sie das nur mit ähnlichen Lebensmitteln aus der gleichen Produkt-Gruppe.

Zum Beispiel:

Vergleichen Sie eine Salami-Pizza mit einer
Gemüse-Pizza.

Bild: Santé publique France

Mit diesen Angaben sehen Sie, wie gesund ein Lebensmittel ist:

  • Mit dem Nutri-Score
  • Mit der Zutaten-Liste
  • Mit der Nährwert-Tabelle

Alle Angaben dazu finden Sie auf der Verpackung von den Lebensmitteln.

Wie bekommen Lebensmittel einen Nutri-Score?

Die Firmen entscheiden selbst,
ob sie den Nutri-Score auf ihre Lebensmittel schreiben.

Wenn eine Firma das machen will,


muss sie das zuerst bei einer Gesundheits-Behörde in Frankreich anmelden.

Die Firma muss den Nutri-Score selbst ausrechnen und auf die Lebensmittel-Verpackung schreiben.
Die Gesundheits-Behörde schaut dann,
ob die Firmen aus Frankreich den Nutri-Score richtig ausrechnen.

In Deutschland heißt die Gesundheits-Behörde:
RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.

Das ist wichtig:

Wenn eine Firma den Nutri-Score benutzen will,
muss sie das für alle Lebensmittel von einer Lebensmittel-Marke machen.

Aber: Bis jetzt benutzen nicht viele Firmen den Nutri-Score.
Es sind weniger als die Hälfte von den Firmen.

Wie wird der Nutri-Score berechnet?

Bei der Berechnung von dem Nutri-Score schauen die Firmen auf diese Sachen:
Welche Inhaltsstoffe sind in dem Lebensmittel?
Seit Januar 2024 haben Fachleute den Nutri-Score neu berechnet:

  • Der Anteil von Zucker oder Salz wird strenger bewertet.
  • Lebensmittel mit viel Proteinen werden besser bewertet.
    Proteine sind Eiweiß-Stoffe.
  • rotes Fleisch wird nicht gut bewertet.
  • Es gibt eine neue Einordung für: Nüsse, Fette und Öle.
  • Es gibt eine Berechnung für Getränke.
    Dazu gehören auch: Milch-Getränke und Getränke aus Pflanzen.
  • Auch die Menge an Salz im Getränk wird bewertet.

Getränke aus Pflanzen sind zum Beispiel Hafermilch.
Getränke mit künstlichen Süß-Stoffen bekommen einen schlechteren Nutri-Score.

Weil: Süß-Stoffe sind nicht so gut für den Körper.

Was wird nicht mit dem Nutri-Score gekennzeichnet?

Der Nutri-Score wird für bestimmte Lebensmittel nicht empfohlen.
Zum Beispiel für:

  • Lebensmittel für Sportler
  • Lebensmittel für Kinder bis drei Jahren
  • Lebensmittel für Säuglinge
  • Medizinische Lebensmittel

Diese Lebensmittel brauchen keinen Nutri-Score. Denn: Sie haben keine Nährwert-Tabelle.

Zum Beispiel:

  • Frisches Obst, frisches Gemüse oder frisches Fleisch.
  • Kräuter und Gewürze
  • Kaffee und Tee
  • Gelatine, Hefe oder Kaugummi
  • Alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Volumen-Prozent.
    Der Volumen-Prozent gibt den Alkohol-Gehalt an.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

 

Deshalb ist der Nutri-Score gut:

Der Nutri-Score ist gut zu verstehen.
Denn: Mit dem Nutri-Score können Sie verschiedene Lebensmittel gut miteinander vergleichen.

Und: Der Nutri-Score rechnet in den gleichen Einheiten wie die Nährwert-Tabelle.
Nämlich mit Angaben in 100 Gramm oder 100 Milliliter.

Wenn Sie einkaufen, können Sie so schnell sehen:
Welche Lebensmittel sind gut für die Gesundheit?
Und welche Lebensmittel sind nicht so gut für die Gesundheit?

Außerdem können die Firmen mit dem Nutri-Score ihre Lebensmittel immer weiter verbessern.
Denn die Firmen können die Zutaten ändern.

Zum Beispiel: Weniger Zucker in das Lebensmittel machen.

Der Nutri-Score wurde von Fachleuten gemacht.
Der Nutri-Score wird oft überprüft und weiter verbessert.

Das kann der Nutri-Score nicht:

Der Nutri-Score kann keine einzelnen Nähstoffe anzeigen.
Diese Angaben finden Sie nur in der Nährwert-Tabelle auf der Verpackung.


Der Nutri-Score kann keine Aromen oder Zusatz-Stoffe anzeigen.

Der Nutri-Score zeigt Süßstoffe nur in Getränken an. Nicht in anderen Lebensmitteln.

Für frisches Obst, Gemüse oder frisches Fleisch gibt es keinen 
Nutri-Score.

Manchmal hat ein Lebensmittel einige schlechte Werte im Nutri-Score.
Aber andere Werte sind gut.
Das kann sich ausgleichen.
Ein Lebensmittel kann einen guten Nutri-Score haben.
Aber das bedeutet nicht, dass alle Sachen darin gut sind.

Manchmal steht ein Lebensmittel zwischen 2 Bewertungs-Stufen.
Dann müssen die Firmen entscheiden,
welchen Nutri-Score das Lebensmittel bekommt.
Das können die Firmen,
indem Sie in der Zusammen-Setzung von dem Lebensmittel etwas verändern.
Die Firmen müssen gut mit der Vergabe von dem Nutri-Score umgehen.

Die Zukunft von dem Nutri-Score

Immer mehr Menschen benutzen den Nutri-Score.

Deshalb soll der Nutri-Score in Zukunft in allen Ländern in Europa gleich berechnet werden.


Deshalb gibt es jetzt eine Gruppe von Fachleuten aus allen Ländern.
Diese Gruppe prüft die Berechnung von dem
Nutri-Score.
Deshalb gibt es jetzt eine Gruppe von Fachleuten aus allen Ländern.
Diese Gruppe prüft die Berechnung von dem Nutri-Score.

Die Verbraucherzentralen sagen zum Nutri-Score:

  • Der Nutri-Score hilft gut beim Auswählen von Lebensmitteln
  • Alle Hersteller sollen den Nutri-Score auf die Lebensmittel drucken müssen
  • Es ist noch zuviel Fett, Öle und Nüsse erlaubt.
  • Und es soll neue Regeln für Fleisch-Produkte geben.
  • Zucker, Salz und Ballaststoffe sollen stärker bewertet werden.
  • Obst und Gemüse brauchen keinen Nutri-Score
  • Denn: Obst und Gemüse sind von Natur aus gesund

Fachleute sagen: In Zukunft soll es noch Änderungen bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln geben, die Gemüse oder Obst enthalten.

Und der Nutri-Score soll für alle Lebensmittel Pflicht werden.

Das bedeutet:

Der Nutri-Score ist dann nicht mehr freiwillig,
sondern muss auf allen Lebensmitteln stehen.


Das Kompetenz-Zentrum Leichte Sprache
hat den Text im Jahr 2024 in Leichte Sprache übersetzt.

Dudweilerstraße 72

66 111 Saarbrücken

0 681 93 62 15 05

www.leicht-sprechen.de

Mitglied im Netzwerk Leichte Sprache

Die Prüf-Gruppe von der reha Gmbh in Saarbrücken hat den Text geprüft.

Die Bilder sind von:
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V.

Der Zeichner ist Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.

Es gibt mehr Infos zu dem Thema.

Sie finden weiter unten mehr Artikel. 

Die Texte sind nicht in leichter Sprache. 

Mehr Infos zum Thema - nicht in leichter Sprache

1. Punkte der ungünstigen Inhaltsstoffe ermitteln

Zunächst werden die Mengen der ungünstigen Inhaltsstoffe ermittelt:

  • Energiegehalt
  • gesättigte Fettsäuren
  • Zucker
  • Salz

Als Zucker werden alle Einfach- und Zweifachzucker entsprechend der Nährwerttabelle einbezogen. Neu in der Berechnung ist Salz. Zuvor wurde hier der Salzbestandteil Natrium herangezogen. 

Je nach Gehalt an Energie und Nährstoffen werden Punkte vergeben. Je höher die enthaltene Menge ist, desto höher ist die Punktzahl

2. Punkte der günstigen Inhaltsstoffe ermitteln

Im nächsten Schritt werden die günstigen Inhaltsstoffe berücksichtigt:

  • Ballaststoffe
  • Protein (Eiweiß)
  • Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte

Auch hier wird je nach Gehalt eine Punktzahl vergeben. 

Die Angabe des Ballaststoffgehaltes ist keine Pflicht. Auch die genauen Anteile an Obst und Gemüse fehlen oft auf Verpackungen, weil sie nur dann verpflichtend sind, wenn sie sogenannte wertgebende Zutaten sind, etwa die Erdbeeren in der Erdbeerkonfitüre. Daher ist es nicht immer möglich, die Berechnung des Nutri-Score genau nachzuvollziehen.

3. Punkte verrechnen und in Skala einordnen

Die Punkte der günstigen Inhaltsstoffe werden dann von der Punktezahl der ungünstigen abgezogen. Je nach Zwischenergebnis der ungünstigen Faktoren kann es hierbei verschiedene Endergebnisse geben.

Die Gesamtpunktzahl wird dann in den jeweiligen Buchstaben des Nutri-Score übersetzt.

Spezialfall Käse

Käse ist eine wichtige Quelle für Calcium. Daher sollten Sie täglich Milchprodukte wie Käse zu sich nehmen. Der Calciumgehalt geht nicht in den Nutri-Score ein, hängt aber eng mit dem Proteingehalt zusammen. Daher wird bei Käse der Proteingehalt immer berücksichtigt, unabhängig von der Punktezahl der ungünstigen Inhaltsstoffe. So kann zum einen der Calciumgehalt indirekt berücksichtigt werden. Zum anderen lassen sich verschiedene Käsesorten so besser unterscheiden.

Spezialfall tierische und pflanzliche Fette, Nüsse und Samen

Auch für diese Lebensmitteilgruppe gibt es eine spezielle Berechnung, denn sie würden sonst ungünstige Bewertungen tragen. Der Nutri-Score berücksichtigt daher auch die Zusammensetzung der Fettsäuren innerhalb eines Fettes. Produkte mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus.
Ein zu hoher Anteil gesättigter Fettsäuren, wie es oft in tierischen Produkten der Fall ist, kann das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen. Daher wird bei Fetten und Ölen bewertet, wie hoch der Anteil gesättigter Fettsäuren ist im Verhältnis zum Gesamtfettgehalt ist und wie viel Energie gesättigte Fettsäuren liefern. Das führt dazu, dass pflanzliche Öle wie Leinöl oder Walnussöl eine bessere Bewertung erhalten können als Produkte mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren, wie etwa Butter oder Kokosfett.

Ungünstige Punkte werden vergeben für

  • Energie aus gesättigten Fettsäuren
  • Verhältnis gesättigte Fettsäuren zu Gesamtfett
  • Zucker
  • Salz

Positive Punkte werden vergeben für

  • Proteine
  • Ballaststoffe
  • Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
Spezialfall Getränke

Getränke werden nach einer anderen Berechnungsgrundlage als allgemeine Lebensmittel, das heißt die Abstufungen bei der Punktvergabe sind anders. Daneben gilt:

  • Das einzige Getränk, das ein dunkelgrünes A erhält, ist Wasser.
  • Getränke, die Süßstoffe enthalten, erhalten zusätzlich vier Negativpunkte. Damit verschlechtert sich die Bewertung um mindestens einen Grad.

Ungünstige Punkte werden für alle Komponenten wie bei Lebensmittel allgemein vergeben, jedoch in anderen Abstufungen, ebenso die günstigen Punkte.

Was ist eine Verbraucher-Zentrale?

 

Die Verbraucher-Zentralen helfen Menschen in Deutschland.

Die Verbraucher-Zentralen bekommen Geld vom Staat.

Aber sie arbeiten unabhängig.

Die Verbraucher-Zentralen beraten.

Zum Beispiel:

 

- Was kann ich kaufen?

- Wo muss ich aufpassen?

 

Die Verbraucher-Zentralen geben Tipps für den Alltag.

In jedem Bundes-Land gibt es eine Verbraucher-Zentrale.

 

Wo bekomme ich Hilfe? 

 

Die Verbraucher-Zentralen beraten Sie.

Zum Beispiel:

- in den Beratungsstellen

- am Telefon

- im Internet

Es gibt Infos zu verschiedenen Themen.

Zum Beispiel:

- Verträge und Beschwerden

- Energie

- Finanzen und Versicherungen

- Gesundheit

- Ernährung

- digitale Welt

- Reise.

Die Verbraucher-Zentralen helfen auch bei anderen Sachen.

Zum Beispiel:

- Sie prüfen: Hält sich jemand nicht an das Gesetz?

Dann zeigen sie das an.

- Sie geben Infos an die Öffentlichkeit weiter.

- Sie vertreten Interessen von Verbrauchern bei Politik und Wirtschaft.

Die Angebote sind in jedem Bundes-Land anders.

 

Angebote in Leichter Sprache

 

Die Verbraucher-Zentralen haben Angebote in Leichter Sprache.

Zum Beispiel:

- Infos

- Beratungen

Leichte Sprache ist eine besondere Form von Sprache.

Die Sätze sind kurz.

Und die Wörter sind einfach.

So können alle Menschen die Infos verstehen.

 

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