Kostenloses Online-Seminar "Altersvorsorge - gut informiert die persönliche Strategie entwickeln" am 16. Mai um 17.00 Uhr. Jetzt hier anmelden und bequem von zuhause aus teilnehmen.

Hohe Sparzinsen sichern – Bausparverträge prüfen

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale informiert: So bekommen Bausparer:innen den Bonuszins

Viele alte Bausparverträge bieten aus heutiger Sicht eine hohe Guthabenverzinsung. Daher kündigen Bausparkassen immer wieder diese Bausparkonten und trennen sich so von den für sie unrentablen Verträgen. Dabei verweigern sie nicht selten auch die Auszahlung der Bonuszinsen. Aktuell beschweren sich viele betroffene Kund:innen bei der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) über diese Praxis. Dabei geht es oftmals um einen Zinsverlust von mehreren tausend Euro. Die VZB erklärt, was Bausparer:innen tun können.

Off

Bausparverträge rechtzeitig prüfen

Grundsätzlich dürfen Bausparkassen gemäß Rechtsprechung Bausparverträge unter bestimm-ten Voraussetzungen kündigen. Somit muss praktisch jede:r Inhaber:in eines gut verzinsten Vertrages früher oder später mit einer Kündigung rechnen. 

„Wir raten Bausparer:innen möglichst schon vor einer Kündigung aktiv zu werden, um kein Geld zu verlieren“, so Anett Fajerski, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. So sollte man die Zeit investieren, einmal genau in den Vertrag und insbesondere die Allgemeinen Bausparbedingungen zur Zinszahlung zu schauen. In der Regel ist ein aktiver Verzicht auf das Bauspardarlehen Voraussetzung, um die Bonuszinsen zu erhalten. Diese können mehrere tausend Euro betragen.

Bei einigen Tarifen sind darüber hinaus noch weitere Bedingungen zu erfüllen wie die Beantragung einer „Treueoption“ oder ähnliches. Der Teufel steckt im Detail: Die Formulierungen sind vielfältig und variieren von Bausparkasse zu Bausparkasse. Die Verbraucherzentrale unterstützt Verbraucher:innen bei der Prüfung des meist schwer verständlichen Vertragswerkes und gibt Empfehlungen zur Sicherung der Bonusverzinsung.

Wer bereits eine Kündigung erhalten hat, sollte schnell handeln

Oftmals nehmen Betroffene die Kündigung der Bausparkasse hin und bemerken erst bei der Auszahlung des Guthabens, dass sie weniger Zinsen erhalten als erwartet. Dann ist es in der Regel zu spät. „Sparer:innen sollten allerspätestens dann tätig werden, sobald ein Kündigungsschreiben des Anbieters eingeht. Je nach Fallkonstellation kann dann eventuell noch die Wirksamkeit der Kündigung verhindert und die höhere Sparverzinsung gerettet werden“ empfiehlt Anett Fajerski. 

Über die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. (VZB) ist die wichtigste Interessenvertretung der Brandenburger Verbraucher:innen gegenüber Wirtschaft und Politik. Sie bietet unabhängige Verbraucherberatung, -information und -bildung zu zahlreichen Themen: Markt & Recht, Reise & Freizeit, Finanzen & Versicherungen, Lebensmittel & Ernährung, Digitales & Telekommunikation, Energie, Bauen & Wohnen. Zudem berät sie zu deutsch-polnischem Verbraucherrecht. 
Darüber hinaus mahnt die VZB Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbraucher:innen gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf. 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Kopf aus Glas mit Tabletten und Pillen

Endlich Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe?

Es ist eine langjährige Forderung der Verbraucherzentralen: Einheitliche europäische Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln.
Hausfront mit mehreren Balkonen mit Steckersolarmodulen

Neue Gesetze und Normen für Steckersolar: Was gilt heute, was gilt (noch) nicht?

Für Balkonkraftwerke gelten zahlreiche Vorgaben, die politisch oder technisch definiert sind. Was ist heute erlaubt und was nicht? Verschaffen Sie sich einen Überblick über Änderungen und Vereinfachungen.
Logos der Apps Facebook und Instagram auf einem Smartphone

Abo für Facebook und Instagram: Neue Klage gegen Meta

Geld bezahlen oder personalisierte Werbung sehen: Vor diese Wahl stellen Facebook und Instagram ihre Mitglieder seit November 2023. Die Verbraucherzentrale NRW klagt jetzt in einem zweiten Verfahren gegen den Betreiberkonzern Meta. Ein erstes Verfahren war bereits erfolgreich.