Kostenloses Online-Seminar „Selbstbestimmt in die Zukunft– Altersvorsorge für Frauen" am 6. März um 17.00 Uhr. Jetzt hier anmelden und bequem von zuhause aus teilnehmen.

Gutscheine vor Jahresende einlösen

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale beantwortet aktuelle Fragen rund um Einlösen und Verschenken von Gutscheinen

Gutscheine verlieren ihre Gültigkeit in der Regel zum Jahresende. Damit ist die aktuelle Zeit eine gute Gelegenheit, in der Schublade nach Gutscheinen zu suchen. Stefanie Kahnert von der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) beantwortet aktuelle und häufige Fragen rund um das Einlösen von Gutscheinen.  

Off

Wie lange sind Gutscheine normalerweise gültig?

Kahnert: Gutscheine verlieren ihre Gültigkeit in der Regel zum Jahresende, genau genommen nach drei Jahren ab dem Ende des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde. Das Jahresende ist also eine besonders gute Gelegenheit, nachzusehen, ob noch ein Gutschein in der Schublade wartet.

Manchmal ist auf den Gutscheinen eine andere Frist vermerkt, zum Beispiel „einzulösen bis…“. Eine solche Befristung dürfen Händler grundsätzlich vornehmen. Eine zu knapp bemessene Frist ist allerdings unwirksam. Ob die Frist zu knapp bemessen ist, muss im Einzelfall geprüft werden.  

Wenn alles teurer wird: In welchen Fällen können Zuzahlungen anfallen?

Kahnert: Ist auf Gutscheinen ein Geldbetrag vermerkt, ändert sich daran mit der Zeit nichts. Das gilt auch, wenn ein Gutschein eine bestimmte Leistung nennt. Der Gutschein für beispielsweise eine Rückenmassage bleibt gültig, auch wenn der Preis für die Leistung sich nach einiger Zeit erhöht hat.

Ander sieht es aus, wenn die Formulierung beispielsweise „Rückenmassage im Wert von 30 Euro“ lautet. Dann besteht die Gefahr, dass Zuzahlungen nötig sind, wenn Preise sich geändert haben.

Ist es möglich, Gutscheine nach und nach einzulösen?

Kahnert: Möglich ist das in den meisten Fällen. Denn in der Regel ist es dem Händler zuzumuten, einen Vermerk auf dem Gutschein anzubringen oder einen neuen Gutschein mit aktualisiertem Wert auszuhändigen. Gesetzlich geregelt ist ein solcher Anspruch allerdings nicht.

Praxis-Tipp:

Mögliche Probleme im Zusammenhang mit Gültigkeit, Zuzahlungen oder teilweiser Einlösung lassen sich umgehen, wenn Schenkende darauf bereits beim Kauf achten. Eine Alternative sind außerdem selbstgebastelte Gutscheine, die sich flexibel einlösen oder abändern lassen. Zudem sind sie insolvenzsicher.

Für individuelle Fragen können Verbraucher:innen die Beratung der Verbraucherzentrale Brandenburg in Anspruch nehmen:

E-Mailberatung auf www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/emailberatung

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Justitia Gericht Urteil Recht

Klageregister eröffnet: Jetzt mitmachen bei Sammelklage gegen ExtraEnergie

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt den Anbieter ExtraEnergie. Es geht um enorme Preiserhöhungen um teilweise mehr als 200 Prozent. Mit der Sammelklage will der vzbv Rückzahlungen für Kund:innen erreichen.
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.
Essenreste auf einem Teller

Marktcheck: kleine Portionen in der Gastronomie noch nicht Standard

Wenn Restaurantgäste zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen oder übriggebliebenes Essen mitnehmen könnten, würden weniger Lebensmittel als bisher im Müll landen. Doch nur wenige Restaurants nutzen bisher ihre Möglichkeiten, wie der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt.