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Von Azorubin bis Zwiebel: Farbstoffe für Ostereier und deren Kennzeichnung

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale gibt Überblick

Ob versteckt im Körbchen oder zum Essen im Eierbecher: Bunte Eier zu Ostern gehören einfach dazu. Doch Ostereierfarben aus dem Handel können bedenkliche Stoffe enthalten. Zum Färben eigenen sich auch Gemüse und Gewürze aus Küche und Garten.

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Selbst färben mit künstlichen Lebensmittelfarbstoffen

Zum Färben von Eiern sind nur die für Lebensmittel zugelassenen Farbstoffe erlaubt. Die meisten davon sind unbedenklich und kommen auch beim Einfärben von Süßigkeiten oder Backwaren zum Einsatz. Es gibt aber auch umstrittene Substanzen wie Chinolingelb (E104) oder die Azofarbstoffe Tartrazin (E102), Gelborange S (E110) und Azorubin (E122). Azofarbstoffe stehen im Verdacht, die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern zu beeinträchtigen. Durch eine Beschädigung der Eierschale können die umstrittenen Farbstoffe ins Innere des Eis gelangen und werden somit verzehrt.

Anbieter von Eierfarben, die auf die umstrittenen Farbstoffe verzichten, bewerben ihre Produkte häufig als „frei von Azofarbstoffen“. Allergiker:innen und Personen mit Unverträglichkeiten können jedoch auf verschiedene, auch natürliche, Farbstoffe reagieren und sollten demnach vorsichtig sein. Welche Farbstoffe enthalten sind, müssen Hersteller auf der Verpackung der Ostereier-Farben angeben.

Bunte Eier aus dem Handel und vom Wochenmarkt

Lebensmittelfarbstoffe sind Zusatzstoffe und müssen auch in den Zutatenlisten von verpackten gefärbten Eiern stehen. Die Kennzeichnung lautet „Farbstoffe“, gefolgt von dem speziellen Namen oder der entsprechenden E-Nummer. Lose angebotene Eier müssen dagegen nur über ein Schild mit dem Hinweis "mit Farbstoff" gekennzeichnet werden. Die E-Nummer und der Name des Farbstoffs dürfen hier fehlen. „Für Verbraucher:innen, die bestimmte Substanzen meiden wollen, ist diese Regelung besonders ärgerlich“, so Annett Reinke, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale.  

Ebenfalls fehlen können Informationen zur Haltungsform auf fertig gefärbten Eiern, da die Angabe hier nicht verpflichtend ist. Dennoch finden sich entsprechende Angaben immer häufiger im Handel. „Es kann sich also lohnen, auf diese eventuelle freiwillige Zusatzinformation auf der Verpackung zu achten“, so Reinke.

Rotkohl, Kurkuma und Co.

Neben den Produkten aus dem Supermarkt bieten sich auch selbst hergestellte pflanzliche Farben an. „Färben mit natürlichen Stoffen ist vor allem für Menschen mit diagnostizierten Farbstoff-Unverträglichkeiten sinnvoll“, sagt Reinke. Mit folgenden Zutaten können Verbraucher.innen Ostereier färben:

  • Rote Beete und rote Zwiebelschale sorgen für eine rot-pinke Färbung
  • Ein Sud aus Rotkohlblättern mit Natron, Holunder- oder Heidelbeersaft färbt die Eier bläulich
  • Gelbtöne ergeben sich bei Kamillenblüten, Kurkuma und Kümmelsamen
  • Spinat und Petersilie verleihen den Eiern eine grüne Farbe

 

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