Kostenloses Online-Seminar "Fassade, Dach und Heizung. Welche Einzelmaßnahmen sind sinnvoll?" am 9. September um 15.00 Uhr. Jetzt hier anmelden und bequem von zuhause aus teilnehmen.

Einfache Online-Kündigung erschwert

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale mahnt drei Brandenburger Energieversorger wegen fehlender Kündigungsbuttons ab

Seit zwei Jahren sind Unternehmen dazu verpflichtet, die Kündigung von online angebotenen und langfristig bindenden Verträgen so einfach wie möglich zu machen: durch einen Kündigungsbutton, über den Verbraucher:innen ihren Vertrag per Klick beenden können. In der Praxis jedoch besteht noch immer Handlungsbedarf. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) hat drei Energiegrundversorger aus Brandenburg wegen fehlender Kündigungsbuttons abgemahnt.

Off

Gesetzliche Vorgaben missachtet: Abmahnung von drei Energieversorgern

In Brandenburg haben gleich drei Energiegrundversorger ihren Kund:innen die gesetzlich vorgeschriebene Möglichkeit zur Kündigung nicht eingeräumt. „Gerade bei Energielieferungsverträgen und in Zeiten, in denen Neukund:innen viel günstigere Preise als Bestandskund:innen erhalten, ist es wichtig, schnell und einfach alte Laufzeitverträge beenden und den Anbieter wechseln zu können“, sagt Dunja Neukamp, Juristin bei der VZB.

Den gesetzlich vorgeschriebenen einfachen Weg zur Online-Kündigung hatten die Unternehmen nicht angeboten. In Reaktion auf die Abmahnung der VZB haben alle drei Anbieter Unterlassungserklärungen abgegeben und ihre Webseiten angepasst.

Verpflichtung zum Kündigungsbutton vor zwei Jahren in Kraft getreten

„Der Kündigungsbutton soll es Verbraucher:innen ermöglichen, Verträge ebenso einfach zu kündigen wie abzuschließen“, erklärt Neukamp. So gilt seit dem 01.07.2022: Können Verbraucher:innen einen kostenpflichtigen und sie langfristig bindenden Vertrag online abschließen, muss auch die Kündigung online möglich sein – beispielsweise für das Abonnement oder den Gaslieferungsvertrag. Praktisch heißt dies, dass auf der Webseite der Anbieter ein Kündigungsbutton platziert sein muss, der leicht auffindbar und unmittelbar erreichbar ist, ohne dass Verbraucher:innen sich zunächst im Kundenbereich anmelden müssen.

„Unerheblich bei dem Recht auf einen unkomplizierten Kündigungsvorgang ist, ob ich den Vertrag im Shop oder vor Ort abgeschlossen habe. Denn solange ich den Vertrag auch online hätte abschließen können, muss auch online eine Kündigung per Button möglich sein“, erklärt Expertin Neukamp.

Im Sinne eines effektiven Verbraucherschutzes prüfen die Verbraucherzentralen auch weiterhin stichprobenartig, ob und wie Unternehmen den Kündigungsbutton umgesetzt haben.

Fallmeldungen und weitere Informationen

Ist ein Kündigungsbutton auf der Webseite nicht auffindbar, nimmt die VZB entsprechende Hinweise in ihrer Beschwerdebox entgegen.

 

Für individuelle Fragen zum Beispiel zur Vertragsbeendigung können Verbraucher:innen die Beratung der Verbraucherzentrale Brandenburg in Anspruch nehmen:

E-Mailberatung auf www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/emailberatung

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Hand hält rote BahnCard 25

Nach Klage der Verbraucherzentrale: Kündigungsfrist für BahnCard verkürzt

Ab sofort können Kund:innen ihre BahnCard statt sechs Wochen vier Wochen vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündigen. Die Verbraucherzentrale Thüringen hatte die DB Fernverkehr AG wegen unzulässiger Kündigungsfristen verklagt. Dennoch will sie auch jetzt noch weiter klagen, denn dies sei nur ein Teilerfolg.
Eine Frau befragt einen älteren Herrn und hält ein Klemmbrett mit Unterlagen in der Hand

Wie können Sie sich gegenüber dem Pflegedienst verhalten?

Bei der ambulanten Pflege sind pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen häufig auf die Unterstützung eines Pflegedienstes angewiesen. Die Verbraucherzentralen geben Antworten auf typische Fragen zu ambulanten Pflegeverträgen.

Urteil gegen Amazon: Gekauft ist gekauft

Amazon darf Kunden nach einer Kontosperrung nicht den Zugriff auf erworbene E-Books, Filme, Hörbücher und Musik verwehren. Wir helfen Betroffenen mit einem Musterbrief.