Kostenloses Online-Seminar „Für den Ernstfall gewappnet: Wissenswertes zur digitalen Vorsorge" am 20. Juni um 16.30 Uhr. Jetzt hier anmelden und bequem von zuhause aus teilnehmen.

Zahlungsaufforderungen von Klarna irritieren

Pressemitteilung vom
Mehrere Brandenburger:innen offenbar von Identitätsmissbrauch betroffen

Brandenburger Verbraucher:innen melden derzeit gehäuft Zahlungsaufforderungen des Finanzdienstleisters Klarna Bank AB (publ), deren Ursprung ihnen unbekannt ist. Den Betroffenen gemein ist, dass ihre Daten in öffentlichen Telefonbüchern aufzufinden sind. Die Verbraucherzentrale Brandenburg gibt Tipps zum Umgang mit diesen Anschreiben.

Off

Der Brief, der als „Letzte Mahnung“ von Klarna ins Haus flattert, ist häufig der allererste Hinweis für Verbraucher:innen darauf, dass Fremde die eigenen Daten für Vertragsabschlüsse missbräuchlich genutzt haben. Die vor diesem Brief erfolgte Korrespondenz zwischen Klarna und dem Schuldner ist vermutlich über von diesem dafür eigens angelegte E-Mail-Adressen erfolgt. Erst wenn die Zahlung auch nach mehreren Mahnungen über diese E-Mail ausbleibt, greift der Zahlungsabwickler Klarna zur postalischen Erinnerung „Letzte Mahnung“. „Die erstmals nun unter ihrer richtigen Adresse angeschriebenen Verbraucher:innen fallen dann aus allen Wolken, können sie mit der Forderung von Klarna doch gar nichts anfangen“, erklärt Stefanie Kahnert, Juristin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Strafanzeige stellen und Anbieter informieren

Auch wenn die Forderungen gegenüber der angeschriebenen Person unberechtigt sind, sollte man das Schreiben nicht einfach in den Papierkorb befördern. Betroffene sollten unbedingt Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten. „Es ist außerdem wichtig, Klarna nachweisbar zu informieren, dass die Daten ohne eigene Kenntnis missbräuchlich von Fremden verwendet wurden“, rät Kahnert. Der Finanzdienstleister selbst weiß ohne den Hinweis der Verbraucher:innen nicht, dass ein Identitätsmissbrauch vorliegt.

Klarna bietet dafür zwar eine Kommunikation per Telefon oder Chat an. Die VZB empfiehlt Betroffenen aber, die Informationen so zur Verfügung zu stellen, dass man den Eingang bei Klarna nachweisen kann. Dafür stellt sie Betroffenen auch einen Musterbrief bereit, den man am besten als Einwurfeinschreiben an Klarna schickt: https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/sites/default/files/2020-09/Musterbrief_Identitaetsdiebstahl_0.pdf

„Wer sich nicht aktiv kümmert und über den Identitätsdiebstahl informiert, erhält möglicherweise weitere Post. Zum Beispiel vom nachgeschalteten Inkassounternehmen oder gar einen Mahnbescheid vom Gericht“, ergänzt die Verbraucherschützerin. Diesem Lauf sollte man möglichst frühzeitig Einhalt gebieten, um sich weiteren Ärger zu ersparen.

Wer Probleme mit einer aus seiner Sicht unberechtigten Forderung hat, kann sich bei der Verbraucherzentrale Brandenburg beraten lassen:

 

Über die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. (VZB) ist die wichtigste Interessenvertretung der Brandenburger Verbraucher:innen gegenüber Wirtschaft und Politik. Sie bietet unabhängige Verbraucherberatung, -information und -bildung zu zahlreichen Themen: Markt & Recht, Reise & Freizeit, Finanzen & Versicherungen, Lebensmittel & Ernährung, Digitales & Telekommunikation, Energie, Bauen & Wohnen. Zudem berät sie zu deutsch-polnischem Verbraucherrecht. 
Darüber hinaus mahnt die VZB Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbraucher:innen gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf.

Mitarbeitende der Verbraucherzentrale Brandenburg

Unterstützen Sie uns

Spenden Sie für starken Verbraucherschutz in Brandenburg!

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Fußball-Feier: Deutsche Fußball-Fans beim Public Viewing

Vorsicht vor Fakeshops mit Produkten um die Fußball-EM

Auffällig günstige und sofort verfügbare Trikots und Grills: Vor der Fußball-EM in Deutschland fallen im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen Shops auf, die nun besonders häufig von Verbraucher:innen gemeldet werden.
Das Foto zeigt im Vordergrund das Logo der FTI Touristik auf einen Smartphone, im Hintergrund ist die Homepage der FTI Touristik zu sehen

FTI Touristik GmbH ist insolvent – was das für Sie bedeutet

Europas drittgrößter Reiseveranstalter, die FTI Touristik GmbH, ist insolvent. Betroffen sind alle Leistungen und Marken, die Sie direkt bei dem Unternehmen gebucht haben. Was Sie jetzt wissen müssen, falls Sie schon unterwegs sind oder Ihre Reise noch bevor steht.
Eine Frau blickt auf eine digitale Anzeige.

Ihre Daten bei Facebook und Instagram für KI: So widersprechen Sie

Facebook und Instagram informieren über Änderungen ihrer Richtlinien. Was Sie dort posten soll als Trainingsmaterial für Metas KI-Generatoren verwendet werden. Möchten Sie das nicht, können Sie widersprechen. Die Verbraucherzentrale NRW hat Meta deshalb abgemahnt.