Reichweitenangst auf Brandenburgs Straßen
Im vergangenen Jahr 2025 lag der Anteil neu zugelassener Elektroautos in Brandenburg bei 17 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 19 Prozent. Das Bundesland liegt damit auch deutlich hinter beispielsweise Schleswig-Holstein als einem der Spitzenreiter, wo über 22 Prozent der Neuzulassungen rein elektrisch betrieben werden. Diese Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigen, dass bei der Energiewende auf Brandenburgs Straßen noch Aufholbedarf besteht.
Laut einer repräsentativen Befragung im Auftrag der Verbraucherzentrale Brandenburg sind die Gründe dafür vielfältig: Neben der Sorge vor eingeschränkter Reichweite und dem Fahrzeugpreis ist ein Hauptgrund, dass es zu wenige Lade- und Betankungsmöglichkeiten gibt.
Forderung nach übergreifendem Landeskonzept
Der Pkw wird in vielen ländlichen Regionen absehbar das Rückgrat der Alltagsmobilität bleiben. „Damit die Menschen in Brandenburg umsteigen und die Energiewende auch im Verkehr gelingt, braucht es eine völlig neu gedachte Lade- und Betankungsinfrastruktur. Kommunale Insellösungen reichen nicht“, sagt Christian A. Rumpke, Vorstand der Verbraucherzentrale Brandenburg. Nur so sei eine echte Wahlfreiheit bei den Pkw-Antrieben gewährleistet. CDU und SPD müssen im Koalitionsvertrag auf Basis des Bundesrahmens die Entwicklung eines kommunenübergreifenden Gesamtkonzepts verabreden sowie die Mobilitäts-, Energie- und Infrastrukturstrategien des Landes konkretisieren. Hierdurch können Verbraucher:innen die neue E-Auto-Prämie auch in Brandenburg sinnvoll abrufen.
Ausbau von echten Alternativen nötig
Insgesamt ist laut Verbraucherzentrale neben mehr Fahrradnetzen und Sharing-Angeboten auch ein Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) nötig. „Dazu gehört ebenfalls ein flächendeckend zuverlässiger Handy- und Datenempfang in Bussen und Bahnen, damit Verbraucher:innen klimafreundliche Verkehrsmittel gerne nutzen“, so Rumpke.
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