Phishing-Radar: Aktuelle Warnungen
Hier zeigen wir kontinuierlich aktuelle Betrugsversuche, die uns über unser Phishing-Radar erreichen.

Leiten Sie eine Phishing-Mail auch gerne an das Unternehmen weiter, dessen Identität in der Mail missbraucht wird. Bei vielen Unternehmen finden Sie eine spezielle Adresse dafür auf der Internetseite, zum Beispiel im Kontakt-Bereich.
Andere Betrugsmaschen (Quishing und Smishing)
Betrugsversuche kommen auch als SMS – dann werden sie Smishing genannt (zusammengesetzt aus SMS und Phishing). Beispiele:
- Paketdienst-SMS
- "Neue Voicemail" oder "Drittanbietersperre"
- Online-Banking, Steuerbescheide, Gerichtsverfahren
Auch über falsche QR-Codes stellen Kriminelle neue Fallen. Dabei spricht man von Quishing (zusammengesetzt aus QR-Code und Phishing). Hier sind Beispiele.
Unten auf dieser Seite finden Sie Links zu weiteren Informationen, mit denen Sie generell Betrugsversuche erkennen können.
Phishing-Radar in Social Media
Unsere täglichen Warnungen finden Sie auch in der Facebook-Gruppe Phishing-Radar Verbraucherzentrale NRW, auf Mastodon (@phishing_radar@verbraucherzentrale.social) und auf Bluesky (@vznrwphishing.bsky.social).
22. Oktober 2026: Angeblich verpflichtende Aktivierung der Echtzeit-Überweisung bei der easybank
- Thema/Betreff: "Wichtiges Update für Ihr EasyBank-Konto“. Im Namen der easybank wird zur Aktivierung der Echtzeit-Überweisung aufgefordert.
- Der neue Service stehe bereits zur Verfügung, müsse jedoch verpflichtend aktiviert werden, bevor das Konto wieder wie gewohnt genutzt werden könne.
- Für die Aktivierung wird auf einen Link verwiesen. Der Vorgang solle nur wenige Minuten dauern und ohne Unterbrechung durchgeführt werden.
- Besonders auffällig ist der abschließende Hinweis: "EasyBank wird Sie niemals auffordern, vertrauliche Daten über einen Link weiterzugeben.“ Dies steht im Widerspruch zur Aufforderung, die Aktivierung über den in der E-Mail enthaltenen Link durchzuführen.
- Anzeichen für Phishing: fehlende Anrede, unseriöse Absenderadresse, angedrohte Kontosperrung, Link in der Mail.
Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie ein easybank-Konto nutzen, prüfen Sie entsprechende Hinweise ausschließlich über die offizielle Banking-App oder die bekannte Internetseite Ihrer Bank.

21. Oktober 2026: Vermeintlicher Handlungsbedarf bei den Volsbanken Raiffeisenbanken
- Thema/Betreff: In der E-Mail wird die Kundschaft der Volksbanken Raiffeisenbanken dazu aufgefordert, die hinterlegten Stammdaten im Rahmen einer technischen Neuerstellung des Online-Bankings zu überprüfen und zu bestätigen. Die Mail wird unter dem Betreff "Handlungsbedarf: Stammdatenbestätigung für Ihr Banking unerlässlich" versendet.
- Dabei wird behauptet, dass es ohne diese Bestätigung zu Einschränkungen bei der Nutzung der Bankgeschäfte kommen könne.
- Auffällig sind das fehlende Logo der Volksbank Raiffeisenbank sowie die fehlenden konkreten Angaben zur angeblichen technischen Umstellung. Zusätzlich wird durch den Hinweis auf mögliche Einschränkungen und die Aufforderung „STAMMDATEN JETZT BESTÄTIGEN“ Zeitdruck aufgebaut, um die Kundschaft zu einer unüberlegten Handlung zu bewegen.
- Anzeichen für Phishing: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Drohung mit Einschränkungen, Aufbau von Zeitdruck, Link in der Mail.
Wir raten Ihnen, solche Aufforderungen zu ignorieren und Phishing-Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um Ihre sensiblen Daten zu schützen. Falls Sie ein Konto bei den Volksbanken Raiffeisenbanken haben, prüfen Sie Hinweise und notwendige Aktualisierungen ausschließlich über die offizielle App oder die bekannte Internetseite der Bank.

20. Oktober 2026: Angeblicher Zahlungsfehler bei Amazon
- Thema/Betreff: In der E-Mail wird behauptet, dass die aktuelle Gebühr für die Amazon-Prime-Mitgliedschaft nicht abgebucht werden konnte.
- Die Kundschaft wird aufgefordert, die Zahlungsinformationen über einen bereitgestellten Link zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren, damit die Mitgliedschaft ohne Unterbrechung fortgeführt werden kann.
- Auffällig ist, dass das Layout der E-Mail unseriös wirkt und kein Amazon-Logo vorhanden ist. Außerdem setzt die E-Mail den Empfänger durch den Hinweis auf einen fehlgeschlagenen Zahlungseinzug und eine mögliche Unterbrechung der Mitgliedschaft unter Druck. Zusätzlich fällt die persönliche Anrede auf, von welcher Sie sich nicht verunsichern lassen sollten.
- Anzeichen für Phishing: unseriöse Absenderadresse, Drohung mit Kontounterbrechung, Link in der Mail.
Wir empfehlen, solche E-Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinesfalls auf enthaltene Links zu klicken. Falls Sie ein Amazon-Konto besitzen, prüfen Sie Hinweise ausschließlich über die offizielle App oder die bekannte Internetseite des Anbieters.
![Zahlungsfehler bei Amazon Prime
Guten Tag [geschwärzt]
der Einzug der aktuellen Gebühr für Ihre Amazon Prime-Mitgliedschaft konnte leider nicht über das im System angegebene Zahlungsmittel abgeschlossen werden.
Wir bitten Sie daher, Ihre hinterlegten Zahlungsinformationen kurz zu prüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren, damit Ihre Mitgliedschaft ohne Unterbrechung fortgeführt werden kann.
Sie können Ihre Angaben unter folgendem Link einsehen und anpassen:
Zahlungsinformationen im Kundenkonto aktualisieren
Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Amazon.de Kundenservice](https://cdn.verbraucherzentrale.de/cdn/ff/6AI-fKCAogdsuxV1z3cSPYkOZtNaKJshCG1OOxT1VRc/1792489705/public/styles/original_1000/public/2026-10/Phishing20261020-Amazon.png.webp?itok=ilPgdyD4)
19. Oktober 2026: Vermeintliches Sicherheitsupdate im Namen der ING
- Thema/Betreff: Unter dem Betreff "Warnung: neue wichtige Nachricht!!" wird im Namen der ING über ein angeblich verpflichtendes Sicherheitsupdate informiert.
- Begründet wird dieses mit einem Update der digitalen Infrastruktur, das die Sicherheit persönlicher und bankbezogener Daten gewährleisten soll.
- Zur Durchführung und Aufrechterhaltung des sicheren Kontozugangs soll die eigene Identität über einen Link ("Sicherheit bestätigen") verifiziert werden.
- Die Bestätigung müsse innerhalb von 48 Stunden erfolgen. Andernfalls drohe eine vorübergehende Kontosperrung.
- Anzeichen für Phishing: unseriöse Absenderadresse, unpersönliche Anrede, dramatische Warnhinweise, Aufforderung zur Identitätsbestätigung über einen Link sowie kurze Frist mit angedrohter Kontosperrung.
Wir empfehlen Ihnen, Phishing-Mails zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Falls Sie ein Konto bei der ING haben, prüfen Sie entsprechende Hinweise ausschließlich über die offizielle Banking-App oder die bekannte Internetseite der Bank.

16. Oktober 2026: Angebliche Kontoaktualisierung im Namen von comdirect
- Thema/Betreff: "comdirect: Konto im Kundenbereich aktualisieren“. Im Namen von comdirect wird zur Aktualisierung des Kontos im geschützten Kundenbereich aufgefordert.
- Als Anlass wird eine angebliche Zunahme von Betrugsversuchen genannt.
- Die Aktualisierung solle den uneingeschränkten Zugriff auf alle Funktionen und Dienste gewährleisten. Dafür wird auf einen Link "Verifizierung durchführen“ verwiesen.
- Anzeichen für Phishing: unseriöse Absenderadresse, fehlende Anrede, unkonkrete Begründung mit angeblichen Betrugsversuchen sowie Aufforderung zur Kontoaktualisierung über einen Link.
Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie ein comdirect-Konto nutzen, prüfen Sie entsprechende Hinweise ausschließlich über die offizielle comdirect-App oder die bekannte Internetseite Ihrer Bank.

15. Oktober 2026: Vermeintliche ELSTER-Steuererstattung
- Thema/Betreff: In der E-Mail (Betreff: "AW: Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt") wird eine angebliche ELSTER-Steuererstattung für das Jahr 2025 angekündigt, für deren Auszahlung eine Bestätigung der Bank- und Kartendaten erforderlich ist.
- Man wird aufgefordert, bis zum 25.10.2026 über einen Link die Kartendaten einzugeben und die Freigabe zu erteilen, da andernfalls die Erstattung nicht bearbeitet werden könne.
- Eine wesentliche Auffälligkeit ist die Aufforderung, sensible Kartendaten über einen Link preiszugeben. Zudem wird durch die gesetzte Frist und die Androhung, dass die Erstattung andernfalls nicht bearbeitet werden kann, gezielt Druck ausgeübt, um Sie zu einer unüberlegten Handlung zu bewegen.
- Anzeichen für Phishing: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Aufforderung zur Bestätigung persönlicher Daten über einen Link, kurze Frist, Drohung.
Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie ein Elster-Konto haben, prüfen Sie entsprechende Hinweise ausschließlich über die offizielle App oder die bekannte Internetseite.



