Die Menschen in Brandenburg beschäftigen ganz konkrete Alltagssorgen: gestiegene Preise in vielen Lebensbereichen, untergeschobene Verträge, Fake-Shops im Internet oder Probleme mit Banken und Versicherungen. So setzt sich die Verbraucherzentrale in den laufenden Koalitionsverhandlungen für starken und verlässlichen Verbraucherschutz in Brandenburg ein.
Verbraucherschutz als gemeinsame Aufgabe
„Aktiver Verbraucherschutz ist in sämtlichen Lebensbereichen unverzichtbar. Die Problemlagen reichen von Lademöglichkeiten für E-Mobilität und Sparkassen-Präsenz in der Fläche, über gefangene Kund:innen in teuren Fernwärmenetzen oder Onlinekriminalität gegen Verbraucher:innen bis zu schulischer Verbraucherbildung und grenzüberschreitendem Einkauf“, sagt Christian A. Rumpke, Vorstand der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Deshalb regen wir im Rahmen der aktuellen Koalitionsverhandlungen an, alle Ministerien gleichermaßen dem Verbraucherschutz zu verpflichten. Dazu sollte die verbraucherpolitische Strategie des Landes bis Ende 2026 aktualisiert und anschließend durch das Parlament beschlossen werden.“
Neben einer klaren Federführung in einem Verbraucherschutzministerium braucht es das koordinierte Handeln aller Ressorts auf Landesebene. So kann Verbraucherschutz als zentraler Baustein für Sicherheit, Teilhabe und wirtschaftliche Stabilität im Land wirken.
Förderung ermöglicht landesweite Daseinsvorsorge
„Wo genau der Schuh drückt, weiß die Verbraucherzentrale, und wir leisten dazu tagtäglich Hilfe: mit individueller Rechtsberatung, Abmahnungen und Klagen gegen unseriöse Anbieter sowie mit aktuellen Warnungen und Informationen“, so Rumpke weiter.
Im Kontakt mit Unternehmen sehen sich Verbraucher:innen oft marktmächtigen Akteuren gegenüber – ein ungleiches Verhältnis. Damit sie diesen auf Augenhöhe begegnen können, bietet die Verbraucherzentrale den Menschen schnelle, verlässliche und unabhängige Unterstützung.
Um diese Arbeit weiterhin sicherzustellen, bedarf es durch das Land einer Fortsetzung der institutionellen Förderung um mindestens fünf Jahre, die auf heutigem Niveau auch Tarifsteigerungen und Inflation abbildet.
Unterstützung erfährt die Verbraucherzentrale unter anderem durch die SPD. In ihrem Regierungsprogramm (2024, S. 23) heißt es: „Die Verbraucherzentrale Brandenburg leistet eine wertvolle unabhängige Arbeit. Wir wollen diese Arbeit weiterhin finanziell unterstützen. Dies sollte vorzugsweise mehrjährig geschehen, um den Verbraucherzentralen Planungssicherheit zu geben. Die Einführung eines dritten Digimobils könnte dem gestiegenen Beratungsbedarf mit Blick auf gestiegene Lebenshaltungs- und Energiekosten Rechnung tragen." Und auch die CDU spricht sich klar für die „wertvolle“ Arbeit der Verbraucherzentrale aus: „Denn wer beim Verbraucherschutz spart, riskiert höhere Folgekosten für Gesellschaft und Staat – und lässt die Menschen im Stich.“
Weitere Informationen:
Hintergründe und Fakten zu den landespolitischen Forderungen der Verbraucherzentrale sind hier zu finden: verbraucherzentrale-brandenburg.de/politik-fuer-brandenburg