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Vorsicht bei Online-Bezahlung von Vignetten und Maut im Ausland

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Internetseiten

Wer im Ausland auf Autobahnen fährt, benötigt häufig eine Vignette oder muss Maut zahlen. Viele erledigen das bequem online. Genau das nutzen Betrü-ger:innen aus: Sie schalten gezielte Werbeanzeigen oder versenden SMS und lei-ten Käufer:innen auf gefälschte Webseiten weiter. Diese sehen den offiziellen An-geboten täuschend ähnlich. Anlässlich des Beginns der Winterferien im Bundesland informiert die Verbraucherzentrale Brandenburg über gängige Betrugsmaschen und zeigt, wie sich Verbraucher:innen schützen können.

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So gehen die Betrüger:innen vor
Kriminelle kopieren offizielle Verkaufsseiten und platzieren sie mithilfe gesponserter Suchanzeigen weit oben in den Suchergebnissen. Logos, Farben und Bezeichnungen ähneln stark den Originalen. Oft unterscheiden sich die Webadressen nur durch minimale Buchstabendreher. „In einem Beratungsfall landete ein Geschädigter statt auf der offiziellen Seite für österreichische Vignetten (asfinag.at) auf einer gefälschten, inzwischen nicht mehr erreichbaren Seite (asfinegs.com)“, berichtet Anett Fajerski, Finanzberaterin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. 

Die Verbraucherzentrale rät daher, beim Onlinekauf besonders aufmerksam zu sein und vor dem Kauf genau zu prüfen, ob es die offizielle Seite ist. Verdächtige Seiten können Käufer:innen vorab mit dem Fakeshopfinder der Verbraucherzentralen überprüfen.


Abzocke bei der Zahlung
Vor der Freigabe einer Kreditkartenzahlung sollten Käufer:innen zudem stets Betrag und Währung ganz genau kontrollieren. „In einem uns bekannten Fall übersah ein Verbraucher bei der Autorisierung der Zahlung das an anderer Stelle gesetzte Komma. Statt des tatsächlichen Vignettenpreises in Höhe von 12,40 Euro wurden ihm so 1.240 Euro abgebucht“, schildert Fajerski. Einige Betrüger:innen verschleiern die tatsächliche Höhe, indem sie Beträge in fremden Währungen anzeigen. Umgerechnet können so mehrere Hundert oder sogar über tausend Euro fällig werden. Deshalb gilt: Alle Zahlungsdaten genau prüfen und den Kauf bei Unstimmigkeiten sofort abbrechen. Denn einmal abgeschlossene Zahlungen sind kaum stornierbar, insbesondere wenn sie vom Geschädigten mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung autorisiert wurden.
 

Achtung bei Reisen nach oder durch Polen
Auch bei Fahrten nach oder durch Polen ist Vorsicht geboten. Zwar gibt es dort keine Vignettenpflicht, jedoch fällt auf bestimmten privaten Autobahnabschnitten eine streckenbezogene Maut an. Auf staatlich betriebenen Autobahnen zahlen Autos oder Motorräder seit 2023 zwar keine Maut mehr. Wer die Strecke jedoch mit schweren Kraftfahrzeugen, wie beispielsweise einem Wohnmobil über 3,5 Tonnen, befährt, muss weiterhin Maut bezahlen und das elektronische e-TOLL-System nutzen. In diesem Zusammenhang warnt das polnische Finanzministerium vor Betrugsversuchen durch gefälschte SMS-Nachrichten.


Individuelle Beratung 
Für individuelle Fragen können Verbraucher:innen die Beratung der Verbraucherzentrale Brandenburg in Anspruch nehmen:

  • Beratung vor Ort, telefonisch oder per Videochat
  • Terminvereinbarung erforderlich unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr)
  •  oder online unter verbraucherzentrale-brandenburg.de/terminbuchung
     
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.