Heizsaison beginnt: Vorsicht vor Fakeshops

Pressemitteilung vom 01. Oktober 2026

Verbraucherzentrale warnt vor Betrug beim Online-Kauf von Heizöl, Pellets und Kaminholz

  • Zu Beginn der Heizsaison locken betrügerische Shops mit günstigen Preisen.
  • Vorkasse und fehlende Anbieterangaben sind Warnsignale.
  • Das Angebot Fakeshop-Finder hilft bei der Prüfung von Online-Shops. 

Geld überwiesen, Brennstoff nicht geliefert

Wie schnell aus einem vermeintlichen Schnäppchen ein teurer Betrugsfall werden kann, zeigt die Beschwerde eines Verbrauchers bei der Verbraucherzentrale Brandenburg: Er bestellte 3.000 Liter Heizöl und überwies dafür, wie vom Anbieter verlangt, eine 50-prozentige Anzahlung in Höhe von rund 1.500 Euro. Zum vereinbarten Liefertermin erschien jedoch kein Lieferant, auch auf weitere Kontaktversuche erfolgte keine Reaktion.  

Fakeshops locken mit günstigen Angeboten

Gerade zum Beginn der Heizsaison suchen viele Haushalte nach günstigen Angeboten. Betrügerische Shops nutzen dies aus und werben mit Preisen deutlich unter dem Marktniveau. „Die Internetseiten wirken dabei häufig professionell“, berichtet Daniela Hofmann von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Verbraucher:innen sollten jedoch genau hinschauen. Günstige Preise sind ein Warnsignal – aber nicht das einzige. Ein weiteres besteht im Zusammenhang mit der Zahlung: wenn Kund:innen nur per Vorkasse bezahlen können. „Teilweise streichen unseriöse Anbieter sogar eine zunächst angebotene Zahlungsart wie Zahlung bei Lieferung während des Bestellvorgangs oder verlangen plötzlich eine Anzahlung“, so die Expertin.

Weitere Warnsignale erkennen

Verbraucher:innen können auf ein vollständiges Impressum und nachvollziehbare Anbieterangaben achten. Bei der Suche nach Bewertungen wichtig zu wissen: Betrügerische Anbieter verwenden zuweilen bewusst Namen, die denen seriöser Anbieter sehr ähnlich sind oder kopieren diese gänzlich.  

Ein Warnsignal ist es auch, wenn Teile der Internetseite in einer anderen Sprache erscheinen. „Eine französische Artikelbeschreibung kann ein Hinweis auf eine hastig erstellte Webseite sein”, so Hofmann.  

Fakeshop-Finder nutzen

Guten Schutz bietet der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen. Das kostenlose Online-Tool prüft Internetadressen, auch anhand technischer Details, die für den Laien nicht ohne Weiteres einsehbar sind. Nach Eingabe der Webadresse des Anbieters gibt das Tool eine Einschätzung per Ampelsystem ab: Rot warnt, Gelb empfiehlt eine genauere Prüfung, Grün bedeutet, dass der Shop bislang nicht negativ aufgefallen ist.

„Eine sichere Zahlungsmethode ist aber in jedem Fall ratsam“, so die Expertin.  

Individuelle Beratung  

Für individuelle Fragen können Verbraucher:innen die Beratung der Verbraucherzentrale Brandenburg in Anspruch nehmen:

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