Warmwasser clever nutzen
Mit einfachen Maßnahmen Energie und Kosten sparen
- Die Verbraucherzentrale erklärt, welche kleinen Anpassungen im Alltag sich dreifach bezahlt machen.
- Ein Sparduschkopf kostet nicht viel, reduziert aber den Wasserverbrauch enorm.
- Der Austausch eines veralteten Durchlauferhitzers lohnt sich.
Warmwasser: Oft unterschätzter Energiefresser
Ob Duschen, Händewaschen oder Geschirrspülen: Die Erwärmung von Wasser verursacht in privaten Haushalten durchschnittlich 14 bis 15 Prozent des Energieverbrauchs. Dennoch wird dieser Verbrauch häufig unterschätzt. Dabei lassen sich durch eine effiziente Warmwasserbereitung und einen bewussten Umgang mit Warmwasser spürbare Kosten einsparen. „Wer weniger Warmwasser verbraucht, spart gleich dreifach: bei der Energie für die Wassererwärmung, beim Kaltwasserverbrauch und bei den Abwassergebühren“, so Joshua Jahn, Energieexperte bei der Verbraucherzentrale.
Sparduschkopf: kleine Kosten, große Einsparwirkung
Ein Sparduschkopf gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, um Warmwasser zu sparen. Er kann den Wasserverbrauch beim Duschen um die Hälfte reduzieren. „Eine moderne Brause kostet etwa 20 Euro und kann die Warmwasserkosten um bis zu 300 Euro pro Jahr senken“, rechnet Jahn vor. Der Trick: Der Sparduschkopf mischt einfach Luft unter. Beim Kauf sollten Verbraucher:innen darauf achten, dass er einen Wasserdurchfluss von weniger als neun Litern pro Minute hat. Standard-Duschköpfe schütten 12 bis 15 Liter pro Minute aus, gute Sparduschköpfe nur sechs bis acht Liter. „Gleichzeitig gilt: Je weniger, kürzer und kälter ich dusche, desto geringer ist natürlich auch der Energieverbrauch. Das ist jedoch eine individuelle Entscheidung“, so Jahn. Der Duschrechner der Verbraucherzentrale NRW zeigt, wieviel Ersparnis im eigenen Haushalt möglich ist: Duschrechner | Verbraucherzentrale NRW.
Moderne Durchlauferhitzer sparen Strom
Auch die Technik beeinflusst den Energieverbrauch. Hausbesitzer:innen mit veralteten Durchlauferhitzern sollten diese durch moderne, elektronisch geregelte Geräte ersetzen. Diese passen ihre Wärmeabgabe automatisch an den tatsächlichen Bedarf an und liefern die gewünschte Wassertemperatur. Elektronische Durchlauferhitzer benötigen weniger Wasser und verbrauchen zehn bis 20 Prozent weniger Strom als ältere hydraulische Modelle. Der Austausch kann sich daher langfristig auszahlen.
Unabhängige Beratung
Alle Fragen zum Thema Energiesparen beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot. Interessierte vereinbaren online unter verbraucherzentrale-brandenburg.de/terminbuchung oder telefonisch unter 0331 - 98 22 999 5 (Mo-Fr 9-17 Uhr) einen Termin. Weitere Informationen gibt es unter: www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/node/15772
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